So 20.08.2017

Christoph gewinnt die Weltradsportwoche in Hartberg

von: DFR | 95 Betrachtungen seit 26.02.2007 | Letzte Änderung: 20.08.2017 18:11 Uhr

In den letzten Tagen, vom 11.08.2017 bis zum 18.08.2017 wurde die diesjährige Weltradsportwoche in Hartberg ausgetragen. Es standen somit 8 verschiedene Rennen an 8 verschiedenen Tagen und Orten auf dem Programm.

Am ersten Tag wurde der Prolog ausgetragen. Die Strecke war gerade einmal 1,4 Kilometer lang, dennoch aber ein sehr hartes und intensives Rennen. Ich startete voll Freude in das Rennen und konnte mir auf dem etwas längeren Sprint den 3 Rang sichern. Der Zeitrückstand betrug gerade einmal eine Sekunde auf den Sieger wodurch eine gute Ausgangsposition für die nächsten Tage geschaffen war.

Am zweiten Renntag wurde der Bergsprint ausgetragen. An diesem Tag gab es aber nicht wie beim Prolog einen Einzelstart sondern einen Massenstart. Die Strecke gliederte sich mehr oder weniger in zwei Teile. Zuerst gab es eine ziemlich schnelle Anfahrt ehe es dann in die richtige Steigung ging. Ich konnte mich gleich zu Beginn gut positionieren und an der Spitze mitfahren. Das Tempo auf dem Anstieg war sehr hoch und es waren bald nur noch drei Fahrer an der Spitze. Ich hielt mich in der Spitzengruppe eher zürück um Kräfte zu schonen. 200 Meter vor dem Ziel attackierte ich dann und konnte mir den Sieg sichern. Mit diesem Sieg konnte ich auch die Führung in der Gesamtwertung übernehmen.

Am dritten Tag gab es dann das erste richtige Straßenrennen. Die Strecke führte über viele kurze Anstiege. Das Ziel befand sich am Pöllauberg was eine Bergankunft bedeutete. Ich durfte nach meinem gestrigen Sieg mit dem gelben Trikot die 61 Kilometer und 1000 Höhenmeter in Angriff nehmen. Auch diesem Tag war das Rennen wieder sehr schnell und die kurzen Anstiege wurden mit vollem Tempo überfahren. Bis zum Schlussanstieg konnte sich trotz ständiger Attacken nie jemand entscheidend absetzen. Somit wurde das Rennen am letzten Anstieg entschieden. Ich hatte leider nicht die optimalen Beine an diesem Tag und konnte nicht meine volle Leistung abrufen. Am Ende kam ich auf dem 5. Platz ins Ziel und musste leider meine Führung in der Gesamtwertung wieder abgeben.

Am vierten Tag wurde das nächste Straßenrennen in Grafendorf ausgetragen. An diesem Tag gab es 82 Kilometer und wieder knapp 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Das Rennen wurde von Beginn an sehr schnell gefahren und auf den vielen kurzen Anstiegen versuchtenimmer wieder Fahrer zu attackieren. Die meisten Attacken brachten aber nicht viel außer dass das Rennen unrhythmisch wurde. Im letzten Abschnitt versuchten es dann erneut drei Fahrer die sich leider auch deutlich absetzen konnten und den Sieg unter sich ausmachten. Ich versuchte auf dem letzten kurzen Anstieg vor dem Ziel einen Vorstoß nach vorne,doch auch meine Kräfte reichten nicht mehr ganz aus um mich abzusetzen. Somit kam ich mich einigen weiteren Fahreren in der zweiten Gruppe in das Ziel. Der 8 Rang an diesem Tag brachte mich in der Gesamtwertung weder nach vorne noch nach hinten. Somit war ich nach der Hälfte der Rennen immer noch auf dem zweiten Gesamtrangm knapp 10 Sekunden hinter dem Führenden.

Am fünften Tag wurde das Kriterium ausgetragen. Es war allerdings kein Kriterium im klassischen Sinn. Es gab nicht wie üblich Sprintwertungen während des Rennens sondern nur eine Schlusswertung. Ingesamt wurden 27 Runden gefahren. Das größte Problem an diesem Tag war das große Starterfeld auf dem kurzen Rundkurs. Ich spürte leider schon meine Beine von den letzten Tagen wodurch das Rennen für mich umso schwieriger wurde. Dennoch ging ich wieder voll motiviert in das Rennen. Gleich in den ersten Runden wurde das Tempo hoch gehalten. Ich konnte mich immer an den ersten Positionen des Feldes aufhalten und relativ kräfteschonend fahren. Nach etwa der Hälfte des Rennens konnten sich dann vier Fahrer absetzen,von denen drei auch ihre Führung bis in das Ziel behaupten konnten. Ich fuhr ein kontrolliertes Rennen im Hauptfeld und konnte um die weiteren Plätze mitsprinten. In der letzten Kurve kam mir ein Fahrer so blöd vor das Rad, dass bei mir der ganze Schwung für die leicht ansteigende Zielgerade weg war.Somit war nicht mehr als ein 7. Rang drinnen. Mit diesem Ergebnis konnte ich aber zufrieden sein, da ich in der Gesamtwertung keine Zeit einbüßte.

Am sechsten Tag wurde wieder ein Straßenrennen ausgetragen. Die Strecke mit Start und Ziel in Bad Waltersdorf führte über knapp 100 Kilometer und ungefähr 1000 Höhenmeter. Das Rennen wurde wieder von Beginn an sehr schnell gefahren. Gleich am ersten Anstieg konnte ich mich in der Spitzengruppe positionieren. Leider war diese Gruppe nicht von Erfolg gekrönt und das Feld konnte wieder aufschließen. In der zweiten Runde war es genau gleich. In der dritten Runde konnten sich dann zwei Fahrer absetzen die aber nicht auf die Gesamtwertung fahren. Diese beiden Fahrer konnten ihren Vorsprung auch bis in das Ziel halten. Ich versuchte auf jedem Anstieg und auch dazwischen alles was möglich war um meine Gegner in der Gesamtwertung abzuschütteln. Leider war das absolut nicht möglich. Jedes Mal gab es wen anderen der das Feld wieder zu mir heran führte. Somit musste ich vielKraft liegen lassen, im Endeffekt für nichts.
In der Gesamtwertung änderte sich erneut nichts.

Am siebenten Tag gab es das letzte Straßenrennen in dieser Woche. Es war ein Rundkurs mit gerade einmal 4 Kilometern. Diese Strecke war dafür unzählige Male zu bewältigen. Wie schon in den letzten Tagen wurde ein sehr hohes Tempo gefahren. Es wurde auch schon fast zu einem Ausscheidungsrennen. Ich konnte mich immer vorne an der Spitze des Feldes positionieren. Nach fast der Hälfte des Rennens wurde das Tempo erneut deutlich erhöht und viele Fahrer konnten dem Tempo nicht folgen, so auch der Führende in der Gesamtwertung. Ich versuchte immer wieder das Tempo auf den Anstiegen zu erhöhen um die Gruppe kleiner werden zu lassen was aber nicht wirklich funktionierte. Somit fuhren wir gemeinsam bis in das Ziel. Im Zielsprint reichte die Kraft dann nicht mehr ganz aus und es wurde letztendlich der 6. Platz in der Tageswertung. In der Gesamtwertung konnte ich vor dem letzten Tag die Führung übernehmen.

Am achten Tag wurde das letzte Rennen der Rundfahrt, ein Zeitfahren, ausgetragen. An diesem Tag wurde auch die Gesamtwertung entschieden. Ich durfte mit dem gelben Führungstrikot an den Start gehen, wusste aber, dass ich dieses wahrscheinlich nicht verteidigen kann. Die Verfolger in der Gesamtwertung hatten alle Zeitfahrräder und waren auch Spezialisten im Zeitfahren. Ich musste mit meinem normalen Rennrad an den Start gehen und mit dem Wissen, dass mir Zeitfahren leider absolut nicht liegen. Ich versucht dennoch alles. Mit einem wirklich guten Rennen konnte ich mich sogar auf den 8. Rang kämpfen.
Nachdem das Rennen beendet war wusste ich sofort, dass meine Leistung am heutigen Tag gut genug war um meine Führung in der Gesamtwertung verteidigen zu können.
Somit konnte ich mich nach acht harten Renntagen über den Gesamtsieg bei dieser Rundfahrt freuen.
Leider wurde die Freude etwas getrübt, da es einige Fahrer gegeben hat die sich ungerecht behandelt fühlten. Irgendjemand gab der Rennleitung gegenüber völlig ungerechtfertigt an, dass ich angeblich beim Zeitfahren hinter einem Fahrzeug nachgefahren sein soll, was natürlich absolut nicht stimmt. Ich bekam somit auch eine Zeitstrafe. Als ich davon hörte, erhob ich natürlich sofort Einspruch. Es gab keinerlei Beweise und es hat auch keiner gesehen, dass ich etwas falsch gemacht habe. Am Ende wurde die Zeitstrafe zum Glück wieder heraus genommen und ich wurde als Gesamtsieger geehrt. Es hat am Ende Gott sei Dank doch die Gerechtigkeit gesiegt.

Text: Christoph

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